path of practice

In letzter Zeit kam in meinen Einträgen mein eigenes Befinden ein wenig kurz, daher wollte ich kurz berichten, dass es mir im Großen und Ganzen gut geht, bevor noch mehr Nachfragen eingehen.

Wir haben mehr Input gefordert und auch bekommen. Unser Stundenplan ist abwechslungsreich und es fühlt sich sehr gut an Wissen zu vertiefen oder Neues dazuzulernen.
Ich genieße es insbesondere tiefer in das Thema Ayurveda einzusteigen und die morgendlichen Gruppenmeditationen lassen mich oft mit einem Lächeln (und eingeschlafenen Beinen) zurück. Die Chakrameditationen tun mir insbesondere gut und sind wie eine bunte Reise in eine friedliche Innenwelt.
Zurzeit haben wir Vinyasa und Ashtangayoga täglich, das heißt 3 Stunden Poweryoga. Das ist eindeutig zu viel für mich und ich fühle mich wie eine ausgepresste Zitrone.
Meine Gruppe bietet eine gute Balance aus Nähe und Distanz und ich genieße sowohl die Zeit mit ihnen als auch meine Zeit, die ich mir für mich selbst nehme.
Margarida ist aus Südportugal, in der Nähe von Lagos. Sie wohnt auf einer Öko-Farm. Es könnte gut sein, dass es mich in naher Zukunft auch dorthin verschlagen wird als Praktikantin und Yogalehrerin. Die Vorstellung wieder in der Großstadt zu sein, kann ich gerade nur mit zeitlicher Begrenzung als angenehm empfinden. Aber das ist Zukunftymusik und noch ein Hirngespinst.
Es ist eine angenehme Zeit des Wachstums und ich habe das Gefühl einen ganzen Werkzeugkasten an wertvollen Tools an die Hand bekommen zu haben, um dem Leben öfter mit einem Lächeln begegnen zu können. Oft gerate ich in Situationen, in denen etwas passiert, das nicht meinen Vorstellungen und Wünschen entspricht. Ganz klar könnte man dieses Übel direkt mit der Wurzel ausreißen, wenn man es schaffen würde erst gar keine Erwartungen aufkommen zu lassen, aber darin bin ich nach wie vor denkbar schlecht. Ich vermute, es ist der Meditation geschuldet, dass ich jedoch weniger hitzköpfig bin und es schnell schaffe Abstand zwischen mich und meine Emotionen zu bringen. Da ich trotz beständiger Meditationspraxis erst am Anfang meiner Reise stehe, bin ich aber nach wie vor identifiziert mit meinen Gefühlen und durchlaufe zunächst den damit verbunden Schmerz.
Wenn ich z.B. eifersüchtig bin und fürchte zu verlieren, leide ich. Aber ich realisiere schnell, wie mir geschieht. Ich begegne den gewohnten Reaktionsmustern mit mehr Achtsamkeit und kann ihnen so auf neuer Weise begegnen. Ich habe diese Emotionen, aber ich will mich nicht länger mit ihnen identifizieren. Be a witness of your emotions.
Mit dem nötigen Abstand ist die Ursache des Leids schnell ausgemacht. Im Falle von Eifersucht ist es die Anhaftung und bei eingehender Betrachtung ist klar, dass die Angst vor dem Verlieren aus einer Einstellung des Mangels entsteht. Mangel an Selbstvertrauen, Mangel an Vertrauen in das Leben. Solch negative Glaubenssätze können sehr hartnäckig sein.
Die Philosophie bietet auch hier das Handwerkszeug. Ahimsa, das Nicht-Verletzen, the seed of love, beginnt bei einem selbst. Ich bin genug und nicht nur das. Ich bin einzigartig und ein Geschenk für diese Welt – jeder von uns. Der zweite Ansatz, der den negativen Glaubenssatz überschreiben kann ist das Vertrauen, dass alles genau so ist, wie es sein soll. Das Vertrauen in das Leben, das Universum, in Gott oder an was auch immer man glaubt. Die Menschen, die in meinem Leben sein wollen, werden Teil davon bleiben. Empfange die Impermanenz mit offenen Armen und lerne sie zu schätzen, als den Gefährten auf deiner Reise, der dir als einziges immer erhalten bleiben wird.
Ich kultiviere Selbstgenügsamkeit und die Einsicht, dass das Glück in mir liegt. Kein Mensch oder Objekt der Außenwelt wird Defizite in meinem Inneren füllen können und es ist schlicht nicht die Aufgabe meiner karmischen Weggefährten meinen inneren Mangel zu stopfen. Um auf das Thema Eifersucht zurückzukommen; es zeigt einem deutlich, wo der eigene Mangel liegt, indem man schaut, worauf man eifersüchtig ist. Dort muss man ansetzten.
Für mich ist der wichtigste Punkt das Vertrauen. Es ist wie ein schützender Mantel, den ich immer wieder gerne aus meiner tool box ziehe, da er mir ausgezeichnet steht.

Das Leben ist gerade gut zu mir und ich weiß das zu schätzen. Jede Hürde und jeder glückliche Moment.

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