Preksha (Sanskrit: प्रेक्षा) bedeutet „wahrnehmen“, „sehen“ oder „genau hinschauen“ und bezieht sich oft auf eine meditative Praxis, die tiefe innere Selbsterkenntnis durch achtsame Beobachtung von Körper- und Geistprozessen fördert. Ich bin seit Montag im Preksha Yoga, einem tropischen Garten und besinnlicher Oase der Stille. Kleine Holzcottages über zwei Etagen blicken ins saftige Grün und das Auge erfreut sich an Bananestauden und Papageienblumen. Vögel pfeifen um die Wette und ansonsten herrscht Stille.









In zwei Yoga Shalas findet Yoga, Pranayama, Meditation und Philosophie statt und man kann die Affen beobachten, wie sie in den angrenzenden Bäumen herumturnen. Es gibt Kreativangebote, Ausflüge und morgen früh Yoga am Strand.


Es ist eine angenehme Abwechslung bei den gemeinsamen Mahlzeiten in anregende Unterhaltungen mit Menschen aus aller Herren Länder zu schnacken. Es sind ganz unterschiedliche Menschen, die hier sind für Yoga, Massagen oder das Detox-Programm Pancha Karma. Eine Engländerin bringt ihren Raucherhusten mit in die Yogastunde und ich meinen Schnupfen. Es ist mir schleierhaft wie man sich bei 30 Grad erklären kann, aber vielleicht war es die Klimaanlage, die auf 14 Grad weniger als die Außentemperatur eingestellt war. Es ist müßig zu spekulieren. Es fällt mir die ersten zwei Tage schwer meinen Aufenthalt zu genießen, da ich bei den Massagen röchelnd versucht habe Luft zu bekommen und ich zu energielos war, um das ganze Programm mitzumachen. Auf der anderen Seite gibt nunmal der Körper den Ton an. Wenn der Dirigent sagt, mach mal halblang, dann mache ich dies eben. An Tag 3 tropfe ich weniger und die Lebensgeister kehren langsam zurück. Leider nicht gesund genug, um heute mit einer Gruppe Spanierinnen zum Extatic Dance zu gehen, aber so weit wieder ok, dass ich einen Spaziergang zum Strand nach dem Mittagessen in Erwägung ziehen könnte.
Mein Konsultation bei der Ayurvedaärztin ergab das Übliche. Eine Pitta-Imbalance. Sie hat mir meinen heißgeliebten Kaffe auf eine Tasse am Tag gekürzt und meinte ich sollte angesichts meiner massenhaft vorhandenen Toxine, doch Mal wieder eine Pancha Karma Kur in Erwägung ziehen. Die Teilnehmenden dieses Programms hier trinken mit milder Verzweiflung ihr Ghee zum Frühstück und werden ganz schön ausgehundert. Aber was tut man nicht alles für die Gesundheit. Zum Trost gibt es 3 Stunden Behandlungen am Tag und eine individuelle Betreuung durch die Ärztin. Vielleicht ja eine Idee für 2027.
