Nach einer weiteren schlaflosen Jetlag-Nacht begann gestern meine Yogaweiterbildung. Die meiste Zeit verbrachte ich mit der Gruppe, die am Ende ihrer 200 Stunden Ausbildung stand. Bei Sonnenaufgang trafen wir uns am Strand für ein Fotoshooting, dass ich ziemlich überflüssig fand.


Danach folgte die erste Iyengar Stunde beim Studiobesitzer Alpesh. Wie die meisten Yogaunternehmer bietet er ein halbes Jahr Ausbildungen in den kühlen Bergen Dharamsalas an und wenn es dort zu kalt ist, residiert er in Goa, welches Yoga unter Palmen bietet. Die Asana Praxis findet im ersten Stock statt, dessen Wände offen sind. Ein paar Tücher und Bambusstangen begrenzen die Seiten und es ist luftig und angenehm dort.


Seine Stunde ist ungewöhnlich, da sie völlig auf Meditation oder Pranayama verzichtet und ich merke, dass seine Anweisungen sehr ausführlich sind und auch von dem abweichen, dass ich kenne. Seine Stunde ist intensiv und mein Rücken wird hart herausgefordert in 5 Minuten (wtf) Kopfstand, dem Rad und vieles mehr, dessen Nachklang sich heute anfühlt, als wäre ich auf einer Streckbank festgeschnallt gewesen. Nachmittags mehr Yoga, Meditation und Atemübungen und ich steige in Yogaphilosophie mit einer meiner Privatlehrerinnen ein. Meine Mitstreiterin in meinem TTC ist irgendwie an ihrem Visa gescheitert und ich starte meinen Kurs tatsächlich allein. Nachmittags gibt es noch eine Zeremonie, in der die anderen ihre Zertifikate erhalten und ich willkommen geheißen werde. Ich werde nach meiner Erwartung gefragt und ich berichte, dass ich im Bereich Ausrichtung in die Tiefe gehen und meine persönliche Praxis vertiefen möchte.


Alpesh beschäftigt einen Stab aus drei Köchinnen und wir werden bestens versorgt. Er ist humorvoll, scheint ein gutes Herz zu haben und ich blicke zuversichtlich in die gemeinsamen 11 Tage.


